Chaos am Schreibtisch? Diese 10 Homeoffice-Must-haves helfen

Was am Anfang als Notlösung mit Küchenstuhl, Esstisch und aufgeklapptem Laptop funktioniert hat, reicht auf Dauer nicht mehr. Wer regelmäßig im Homeoffice arbeitet, merkt schnell: Die falsche Ausstattung kostet Energie, Konzentration – und am Ende oft auch die Gesundheit.
Die meisten haben die technische Basis schon da: Laptop oder PC, Internetzugang, vielleicht eine Webcam. Die große Frage ist deshalb nicht mehr „Kann ich überhaupt von zu Hause arbeiten?“, sondern:
„Wie richte ich mein Homeoffice so ein, dass ich jeden Tag vernünftig arbeiten kann – ohne mich kaputt zu machen?“
Genau dafür sind diese 10 Must-haves gedacht. Sie helfen dir, sinnvolle Kaufentscheidungen zu treffen, statt nur wahllos „irgendwas fürs Homeoffice“ zu bestellen.
1. Ergonomischer Bürostuhl
Der Bürostuhl ist das Element deiner Ausstattung, auf dem du buchstäblich den ganzen Tag sitzt. Ein Küchen- oder Designstuhl sieht vielleicht nett aus, ist aber für mehrere Stunden konzentriertes Arbeiten selten geeignet. Ein ergonomischer Bürostuhl unterstützt deinen Rücken und lässt sich an deine Körpergröße anpassen.
Darauf kannst du beim Kauf achten:
- Einstellbare Rückenlehne mit Unterstützung im Lendenbereich
- Höhenverstellbare Sitzfläche, geeignet für deine Körpergröße
- Armlehnen, die sich in der Höhe anpassen lassen
- Stabiler Fußkreuz, leicht laufende Rollen
- Material, auf dem du auch mehrere Stunden angenehm sitzt (Polster oder Netzbespannung)
Ein guter Stuhl muss kein Luxusobjekt sein. Der Sihoo Doro C300 zeigt zum Beispiel, wie eine selbstadaptive Lendenwirbelstütze den Rücken bei jeder Bewegung optimal hält. Wichtiger ist nämlich, dass der Stuhl zu dir passt und dich spürbar entlastet.

2. Schreibtisch mit ausreichend Fläche (gern höhenverstellbar)
Der Schreibtisch ist die Bühne für alles, was du tust: Bildschirm, Laptop, Unterlagen, Notizen, vielleicht ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee. Ist die Fläche zu klein oder der Tisch wackelig, wird jeder Tag im Homeoffice ein Kompromiss.
Worauf du achten kannst:
- Genügend Tiefe, damit Monitor, Tastatur und Unterlagen bequem Platz haben
- Stabile Konstruktion – keine dünnen Platten, die bei jeder Bewegung nachgeben
- Option auf Höhenverstellung, wenn du gerne zwischen Sitzen und Stehen wechselst
- Passende Größe für den Raum: lieber schlank und lang als kurz und zu tief, wenn wenig Platz da ist
Wenn ein komplett neuer Steh-Sitz-Tisch nicht drin ist, kann ein solider Tischaufsatz eine sinnvolle Zwischenlösung sein.

3. Externer Monitor in sinnvoller Größe
Nur auf dem Laptop-Bildschirm zu arbeiten, ist für ein paar Stunden okay – auf Dauer aber anstrengend für Augen, Nacken und Konzentration. Ein externer Monitor bringt mehr Fläche und entspannt deine Haltung.
Bei der Auswahl helfen dir unter anderem:
- Bildschirmdiagonale passend zum Schreibtisch, meist sind 24–27 Zoll ein guter Start
- Ausreichende Auflösung (z. B. Full HD oder höher), damit Text und Details klar lesbar sind
- Möglichkeit, den Monitor in der Höhe anzupassen oder mit einem Monitorarm zu kombinieren
- Anschlüsse, die zu deinem Laptop/PC passen (HDMI, DisplayPort, USB-C etc.)
Ein gut gewählter Monitor gehört zu den Anschaffungen, die du jeden Arbeitstag positiv spürst.

4. Externe Tastatur und Maus
Wenn der Bildschirm auf einer ergonomisch sinnvollen Höhe steht, ist die Laptop-Tastatur oft unpraktisch weit oben. Eine externe Tastatur und Maus sorgen dafür, dass Hände und Arme in einer natürlichen Position bleiben können.
Sinnvolle Entscheidungskriterien:
- Angenehmer Tastenanschlag, der zu deinem Schreibstil passt (leiser, fester, flacher etc.)
- Mausform, die gut in deiner Hand liegt – keine zu kleine „Reisemaus“ für den Dauereinsatz
- Kabellos oder mit Kabel, je nachdem, wie wichtig dir Ordnung vs. absolute Stabilität ist
- Für Vielschreibende: ggf. ergonomische Tastatur- oder Maus-Varianten in Betracht ziehen
So stellst du sicher, dass du nicht nur schnell, sondern auch dauerhaft entspannt arbeiten kannst.

5. Laptopständer oder Monitorarm
Einer der häufigsten Fehler im Homeoffice: Der Bildschirm steht zu tief. Das sorgt automatisch dafür, dass der Kopf nach vorne kippt und der Nacken über Stunden unnatürlich belastet wird. Ein Laptopständer oder Monitorarm ist ein vergleichsweise kleines Upgrade mit großer Wirkung.
Worauf es dabei ankommt:
- Ausreichende Stabilität, damit nichts wackelt, wenn du tippst
- Höhenverstellbarkeit, um die Oberkante des Bildschirms ungefähr auf Augenhöhe zu bringen
- Ausreichende Tragkraft, besonders bei großen Monitoren
- Möglichkeit, Neigung und Abstand anzupassen
In Kombination mit externer Tastatur und Maus entsteht daraus ein Setup, das sich deutlich besser an deinen Körper anpasst als ein einfach flach auf dem Tisch stehender Laptop.
6. Gute Schreibtischbeleuchtung
Licht ist ein Faktor, der oft unterschätzt wird. Zu dunkel, zu grell oder ungünstig gesetztes Licht kann dazu führen, dass du schneller müde wirst, die Augen anstrengst oder Kopfschmerzen bekommst. Eine gut positionierte Schreibtischlampe macht hier einen großen Unterschied.
Hilfreiche Kriterien beim Kauf:
- Flexibler Lampenarm, damit du den Lichtkegel dorthin lenken kannst, wo du ihn brauchst
- Gleichmäßige Ausleuchtung der Arbeitsfläche, ohne harte Schatten
- Helligkeit, die du an Tageszeit und Tätigkeit anpassen kannst (z. B. dimmbar)
- Lichtfarbe im neutralen Bereich, damit du weder in „Wohnzimmerstimmung“ noch „Operationssaal-Feeling“ arbeitest
Mit einer passenden Lampe schaffst du eine Arbeitsatmosphäre, in der du länger konzentriert bleiben kannst.
7. Headset mit Mikrofon
Im Homeoffice gehören Video-Calls, Online-Meetings und virtuelle Workshops zum Alltag. Ein Headset mit gutem Mikrofon sorgt nicht nur für besseren Klang bei dir, sondern auch für eine professionellere Wahrnehmung auf der anderen Seite.
Das kann bei der Auswahl den Unterschied machen:
- Tragekomfort auch über längere Zeit (Bügel, Polsterung, Gewicht)
- Saubere Sprachübertragung, wenig Hintergrundgeräusche
- Passt zur Technik, die du nutzt (USB, Klinke, Bluetooth)
- Ggf. aktive Geräuschunterdrückung, wenn du in einer lauteren Umgebung arbeitest
Gerade, wenn du viel mit Kund:innen oder externen Partnern sprichst, ist ein gutes Headset mehr als nur „Zubehör“ – es wird Teil deines Auftritts.
8. Ordnungssystem und Kabelmanagement
Ein vollständig zugestellter oder verkabelter Schreibtisch macht Kopfarbeit unnötig schwer. Ein einfaches Ordnungssystem für Unterlagen, Stifte und Technik sorgt dafür, dass du die wichtigsten Dinge mit einem Griff findest und die Arbeitsfläche frei bleibt.
Praktische Komponenten können sein:
- Kleiner Organizer für Schreibzeug, Notizzettel und Kleinteile
- Ablage oder Stehsammler für aktuelle Dokumente
- Box oder fest definierter Platz für Ladegeräte, Netzteile und Adapter
- Kabelkanäle, Klettbänder oder Clips, um Kabel aus dem Weg zu führen
Du musst daraus kein perfektes Instagram-Setup machen – schon ein bisschen Struktur reduziert visuellen Stress und macht deinen Kopf freier für die eigentliche Arbeit.
9. Akustiklösung oder Noise-Cancelling
Lärm ist einer der größten Konzentrationskiller: Verkehr vor dem Fenster, laute Nachbarn, andere Menschen in der Wohnung. Gerade bei Tätigkeiten, die Fokus verlangen, lohnt es sich, über eine einfache Akustiklösung nachzudenken.
Mögliche Ansätze:
- Textilien im Raum: Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel dämpfen Hall und Geräusche
- Raumaufteilung: eine kleine Trennwand oder Regal-Lösung schafft optische und akustische Abgrenzung
- Kopfhörer mit guter passiver oder aktiver Geräuschdämmung, wenn räumliche Lösungen nicht möglich sind
Ziel ist nicht absolute Stille, sondern ein Geräuschpegel, bei dem du dich auf eine Aufgabe konzentrieren kannst, ohne permanent aus dem Flow gerissen zu werden.
10. Bewegungsfördernde Extras
Selbst mit guter Ausstattung bleibt eine Herausforderung: Im Homeoffice bewegst du dich häufig noch weniger als im Büro. Kleine Helfer können dich daran erinnern, Haltung und Position regelmäßig zu verändern.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Stehmatte für den höhenverstellbaren Schreibtisch, damit längeres Stehen angenehmer wird
- Fußstütze, wenn deine Beine im Sitzen keinen guten Bodenkontakt haben
- Balance-Board oder kleiner „Wackelhocker“, der leichte Mikrobewegungen fördert
- Timer oder App, die dich regelmäßig an kurze Bewegungs- oder Dehnpausen erinnert
Es geht nicht darum, dein Büro zum Fitnessstudio zu machen, sondern darum, über den Tag verteilt mehr natürliche Bewegung einzubauen.
Fazit: Ausstattung als Fundament, Gewohnheiten als Verstärker
Eine durchdachte Homeoffice-Ausstattung ist kein Luxus, sondern die Grundlage dafür, dass du langfristig gesund und leistungsfähig arbeiten kannst. Ein ergonomischer Stuhl, ein passender Tisch, ein guter Monitor, Licht, Akustik und ein bisschen Struktur auf dem Schreibtisch – das sind Investitionen, die sich jeden einzelnen Arbeitstag auszahlen.
Mindestens genauso wichtig ist, was du daraus machst: regelmäßige Pausen, kurze Bewegungseinheiten, bewusstes Abschalten am Ende des Tages. Die 10 Must-haves liefern dir das Fundament – die Art, wie du sie nutzt, entscheidet darüber, wie gut dein Homeoffice dich wirklich unterstützt.
